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1926 – 2004
Aus der Geschichte der St.
Sebastianus- Schützenbruderschaft Poppelsdorf e.V.
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Endes des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten
Jahrhunderts veranstalteten viele Bonner Schützengesellschaften ihre
Feste vor den Toren der Stadt. Die Austragungsorte waren anfangs der
"Schützengraben" an der heutigen Kirschallee und später die
"Schützenvilla" am Fuß des Venusberges. Viele Poppelsdorfer Bürger waren
mittlerweile mit dem Schützenbrauchtum vertraut, da diese Feste mit
Interesse verfolgt wurden. Daher erklärte sich der Wunsch der
Poppelsdorfer Bürgerschaft, eine eigene Schützengesellschaft ins leben zu
rufen. In den ersten beiden Jahrzehnten dieses Jahrhunderts hatte Poppelsdorf
sich bevölkerungsmäßig sehr vergrößert, und nach dem Abzug der
Besatzungstruppen im Jahre 1926 wollten einige Poppelsdorfer Bürger ihren
Wunsch in die Tat umsetzen. So kam man anlässlich der Kirmes
(11.07.1926) überein, zu einer Versammlung am 18.07.1926 in die
"Schützenvilla" einzuladen. |
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Zu dieser "Gründungsversammlung" kamen 16
Männer, die einstimmig die Vereinsgründung beschlossen und dem Verein den
Namen gaben
"St.Sebastianus-Schützengesellschaft Poppelsdorf"
Die Versammlung wählte gleichzeitig den ersten Vorstand. Präsident
wurde Josef Domgörgen .Voller Zuversicht und mit großem Eifer
ging der Vorstand an die weitere Aufbauarbeit heran. An der
"Schützenvilla" wurde unter großen Opfern und mit tatkräftiger
Unterstützung aller Mitglieder der Bau neuer Schiessstände voran
getrieben. Die Schiesshalle wurde wetterfest errichtet, so dass auch im
Winter geschossen werden konnte. Im Freundes- und |
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Bekanntenkreis wurden weitere Anhänger gewonnen, die dann in der zweiten
Versammlung aufgenommen wurden. Um mit den Schützengesellschaften der
näheren Umgebung in ein freundliches und sportliches Verhältnis zu kommen,
beschloss eine spätere Versammlung den Anschluss an den Rhein-Ahr-Sieg
Schützenbund. Sodann beschafften sich alle Schützenbrüder eine
Schützentracht, die am 08.05.1827 zum ersten Mal anlässlich der
Wiedereröffnungsfeier der Schießstände im Tannenbusch getragen wurde. Seit
dieser Zeit sind die Poppelsdorfer schützen am Vereinleben unseres
Ortsteils aktiv beteilig und geben vielen öffentlichen und kirchlichen
Veranstaltungen einen festlichen Rahmen. |
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Gemäß der Gründungssatzung wurde die Gesellschaft am
13.08.1927 in das Vereins-register beim Amtgericht Bonn eingetragen. Das
eigene Schützenfest war natürlich der Höhepunkt des ersten Vereinsjahres
der Gesellschaft. Unter starker Beteiligung der Poppelsdorfer Bürger
wurde der erste König ausgeschossen. Am 28.08.1927 wurde Willi Schäfer
erster Schützenkönig in Poppelsdorf.
Jahr um Jahr wiederholt sich nun dieses sportliche und gesellschaftliche
Ereignis in unserem Ortsteil. Leider musste aus kriegs- und
nachkriegsbedingten Gründen in den Jahren 1940-1949 darauf verzichtet
werden. Am 28.04.1928 ging ein Wunsch aller Schützenbrüder in Erfüllung.
An diesem Tag wurde die Vereinsfahne geweiht. Seither wird die Fahne zu
allen Veranstaltungen - ob Freud, ob - Leid voran getragen. |